Kaum begonnen, schon ein Stöckchen bekommen …

Noch nicht einmal eine Handvoll Kommentare gibt es in meinem kürzlich begonnenen Weblog, da bekomme ich doch glatt schon ein Stöckchen von @tweet_addiction zugeworfen. Na dann wollen wir mal mitmachen, Anlässe zur Selbst-Reflektion sollte man nehmen wie sie kommen.

Warum bloggst du?

Ich twittere seit längerem mit zunehmender Begeisterung. Immer öfter habe ich dabei festgestellt, dass ich mich zu einem Thema gerne ausführlicher äußern würde. Dann habe ich mich ein wenig mit den Diensten posterous und tumblr beschäftigt – letztlich aber wegen der guten Tools (z.B. dem Live Writer, mit dem ich gerade schreibe) und Plugins (z.B. das automatisch verwendete Mobile-Theme) für ein klassisches WordPress-Blog entschieden.

Seit wann bloggst du?

Mal nachsehen, ist ja noch nicht lange her: Seit dem 14. November 2009.

Warum lesen deine Leser dein Blog?

Gute Frage, so viele sind es ja noch nicht. Bisher wohl weil sie mich persönlich oder von Twitter kennen. Irgendwann hoffentlich auch weil ihnen gefällt was ich schreibe und weil sie hier brauchbare Informationen und/oder nette Unterhaltung finden.

Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf deine Seite kam?

Puh, da bin ich aber froh dass ich diese Funktion kürzlich gefunden habe. Und ich war mir auch sicher, dort schon einmal einen Eintrag gefunden zu haben. Aktuell sagt mir die Statistik aber: Bisher kamen keine Besucher von Suchmaschinen.

Welcher deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?

Jeder einzelne! Undankbares Pack! 😉

Dein aktueller Lieblings-Blog?

Uiii, schwer zu sagen. Da möchte ich mindestens zwei nennen … 😉

Zum einen sicherlich der von @tweet_addiction, weil seine Interessen und Lebensumstände sich mit meinen an vielen Stellen überschneiden. Zum anderen der Blog von @caschy, der einfach unglaublich viele gute Tipps für uns Computer- und Netzjunkies bereithält.

Welchen Blog hast du zuletzt gelesen?Natürlich den von @tweet_addcition mit diesem Stöckchen hier …

Davor einen Beitrag von AndroidPIT.

Wie viele Feeds hast du gerade im Moment abonniert?

In meinem Google Reader sind es 52 (kein Wunder, dass ich immer hinterherhänge!). Die meisten aus den Bereichen Mobilfunk und Social Media sowie einige persönliche Blogs.

An welche fünf Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?

Zunächst einmal an drei liebe Menschen, die ich auch privat schon kennenlernen durfte: lomelinde, marinesetwas und June Brenner. Dann an einen netten Nachbarn vom Niederrhein, Thomas Mielke. Und last but not least an die Frau Chikatze, weil ich sie damit vielleicht etwas vom Winter-Blues ablenken kann.

Jetzt habe ich’s hinter mir …

Heute Nachmittag habe ich meine Impfung gegen die Schweinegrippe H1N1 bekommen.

Weder bei mir noch bei einem anderen der 10er Gruppe gab es irgendwelchen unmittelbaren Probleme. Auch jetzt, Stunden später, merke ich lediglich dieses leichte, muskelkatermäßige Gefühl, das man oft nach Impfungen im Arm hat.

Jedenfalls bin ich froh, dass ich mich jetzt nicht mehr mit dem Thema beschäftigen brauche.

Schweinegrippe-Impfung – epic fail?

Ich weiß nicht, wie es Euch geht – aber mich macht das Thema H1N1- bzw. Schweinegrippe-Impfung langsam aber sicher verrückt. Ich war selten bei einem medizinischen Thema so verunsichert. Und da bin ich nicht alleine!

Ich will jetzt nicht zusätzlich zur Verunsicherung beitragen, indem ich meine persönliche Abwägung hier offenlege (nur kurz zum Ergebnis: ich werde mich morgen impfen lassen).

Was ich jedoch einmal loswerden möchte ist meine Verwunderung und Enttäuschung über unsere Regierung und die mit der Pandemie-Bekämpfung beauftragten öffentlichen Stellen. Das Thema ist ja nun schon einige Zeit bekannt, der Impfstoff seit Jahren bestellt und angeblich war man ja bestens vorbereitet.

Wieso findet man dann bei den Ärzten so viele unterschiedliche Meinungen wie wohl bei kaum einen anderen medizinischen Sachverhalt? Wieso ist der Impfstoff so knapp, nachdem noch vor wenigen Wochen vor Impfmüdigkeit gewarnt wurde? Wieso bekomme ich morgen einen Termin zur Impfung (den ich sogar schon letzten Montag hätte wahrnehmen können) bei meinem Hausarzt  – und meine Eltern als Risikopatienten warten im selben Kreis immer noch auf einen Termin?

Fragen über Fragen.

Meines Erachtens ein epic fail der Gesundheitsbehörden.

Volkstrauertag 2.0

Heute ist Sonntag, der 15. November 2009. Volkstrauertag. Normalerweise wird dieser Gedenktag, der immer auf einen Sonntag fällt, von großen Teilen der Bevölkerung gar nicht mehr wahrgenommen. Das ist verständlich, denn die Leiden des Krieges und seine Opfer sind den meisten Bürgern nur noch durch Erzählungen und die Geschichtsbücher bekannt.

Der heutige Volkstrauertag war anders. In Hannover fand die Trauerfeier für Robert Enke, der sich am letzten Dienstag das Leben nahm, statt. Auf die näheren Umstände und Hintergründe will ich hier nicht eingehen – das erledigen andere zur Genüge.

Vielmehr will ich in Worte fassen, was mich den ganzen Nachmittag beschäftigt hat: Die Frage, warum so viele Menschen – auch jene, die mit Fußball nicht viel am Hut haben – so sehr Anteil nehmen. Natürlich, Robert Enke war ein sehr sympathischer Mensch. Wer das bisher nicht wusste bekommt es haarklein von der Presse dargestellt. Aber reicht das als Erklärung? Warum saß ich heute im Keller, das Bild des Beamers auf der Wand, auf der sonst mehr oder weniger lebendiger Fußball zu sehen ist, und sah mir eine Trauerfeier an? Warum liefen mir die Tränen mehr als einmal die Wange herunter, obwohl ich Robert Enke als Sportler gar nicht so gut kannte, geschweige denn als Mensch?

Ich denke, es ist die Tatsache, dass uns solche tragischen Ereignisse für (leider in der Regel zu kurze) Zeit innehalten lassen, uns aus unserem Alltag reißen und uns schmerzhaft vor Augen führen, dass es wichtigeres im Leben gibt. Wichtiger als das, was für uns an normalen Tagen im Mittelpunkt steht. Für viele ist es der Job. Für andere der Computer, das Internet – oder eben der Fußball. Aber all diese Dinge allein machen nicht wirklich glücklich. Sie mögen zu einem glücklichen Leben dazu gehören, aber sie machen es nicht alleine aus. Allzu oft nehmen sie aber den Großteil unserer Zeit und Aufmerksamkeit ein.

Ich erlebe diese Momente, die einem dies vor Augen führen, immer wieder seit ich Kinder habe. Ich bezeichne es als “geerdet werden”. In diesen Momenten frage ich mich, wie viel Zeit ich in letzter Zeit mit meiner Familie verbracht habe. Nicht nur bei ihr, sondern mit ihr. Nicht nebenher, sondern intensiv. Leider sind es meistens traurige Ereignisse, die mich derart zur Besinnung führen.

Ich glaube, dass der Tod von Robert Enke und die ergreifende Trauerfeier in vielen Menschen ähnliches ausgelöst haben. Ich glaube weiterhin, dass dies ganz gut in die Tradition des Volkstrauertages passt. Heutigen Generationen fällt es schwer, sich die Leiden des Krieges vorzustellen. Sie kannten die Opfer nicht persönlich und haben die unmittelbaren Folgen nicht erlebt.

Daher denke ich, dass die Trauerfeier für Robert Enke in dieser Form, wie wir sie in Deutschland bisher nicht kannten, und auch in ihrer großen medialen Präsenz angemessen war. Sie vielen, die sich den Kirchen nicht mehr verbunden fühlen, ein Gefühl der Nächstenliebe vermittelt. Sie hat Menschen einen Anlass gegeben, in sich zu kehren. Zur Ruhe zu kommen. Sich dessen zu besinnen, was für sie wirklich wichtig ist im Leben.

Volkstrauertag 2.0.

Jetzt bloggt er auch noch …

Ich bin  Baujahr ‘72  und wohne mit meiner Familie in Kleinenbroich (ach?!) am wunderschönen Niederrhein.

Zum Bloggen kam ich erst jetzt, Ende 2009 – zu einer Zeit, als viele schon das Ende des klassischen Blogs prognostizieren, weil immer mehr Alpha-Blogger ihre Worte in 140 Zeichen bei Twitter fassen. Bei mir war es genau umgekehrt – ich twittere nun schon seit längerer Zeit und stelle immer wieder fest, daß 140 Zeichen manchmal einfach nicht ausreichen.

Um die Welt auch an meinen ausführlicheren Gedanken teilhaben lassen zu können habe ich dieses Blog gestartet.

Inhaltlich wird es hier häufig um meine Hobbies Fußball, Basketball, Geocaching, Mobilfunk, Social Media usw. gehen – ich werde aber sicher auch von meinem Alltag berichten und meine Meinung zu aktuellen Ereignissen kundtun.

Ebenso hoffe ich, dem einen oder anderen hier Tipps und Anregungen geben zu können – schließlich habe ich selbst auch schon unzählige Male von der Twitter-Community und Blogs wie z.B. stadt-bremerhaven.de von Caschy profitiert.

Bis bald …

Michael