Schriftliche Verwarnung der Polizei als E-POSTBRIEF

Vor einiger Zeit war unser Auto – wie schon oft zuvor und viele andere auch – am Ende einer Straße, die als Sackgasse in den Feldern endet, abgestellt. Rücksichtsvoll am Feldrand natürlich, so dass niemand beeinträchtigt wurde. Erlaubt war das offensichtlich doch nicht, denn am Ende der Hunderunde fanden wir ein „Knöllchen“ an der Windschutzscheibe vor. Und zwar von der Polizei höchstpersönlich. Warum die chronisch überlasteten Polizisten oder Polizistinnen Zeit für diese Art Vergehen finden, ist zwar auch eine interessante Frage, aber um diese soll es hier nicht gehen.

Viel spannender ist nämlich, dass, als wir lange Zeit nichts mehr davon gehört hatten, ich plötzlich eine SMS bekam mit folgendem Inhalt:

Sie haben einen neuen E-POSTBRIEF von OWIPol-NRW.LZPD@polizei-nrw. epost.de erhalten.

Einen E-POSTBRIEF (SIC!)? Seit ich mich vor Jahren bei diesem Dienst der Deutschen Post AG angemeldet habe, habe ich von keinem Dritten je eine Nachricht darüber erhalten. Lediglich die Mitteilungen des Anbieters selbst landeten im Postfach. Daher war dieses bei mir auch völlig in Vergessenheit geraten und es war nur dem Umstand, dass ich sehr an meiner ersten Mobilfunknummer hänge und diese immer noch nutze, zu verdanken, dass diese Info mich überhaupt erreichte.

Ich ging natürlich zunächst einmal von einem Phishing-Versuch oder ähnlichem aus. Allerdings nahm ich die Erinnerung zum Anlass, mich tatsächlich mal wieder einzuloggen bei der E-POST (warum schreien die eigentlich immer so?). Auf der Login-Seite wurde ich dann stutzig, denn dort wurde E-POST als sicher in Bezug auf Phishing etc. dargestellt, weil es sich um ein geschlossenes System handelt:

Hm, das würde erklären, warum ich auf dieser Adresse tatsächlich noch nicht einmal Spam von Dritten erhalten habe…

Nach dem Login wurde ich dann erneut überrascht, als ich folgende, echt anmutende Mitteilung vorfand:

Sollte es tatsächlich möglich sein, dass hier eine verbindliche Zustellung erfolgt ist, die ich beim Wechsel meiner Mobilfunknummer niemals mitbekommen hätte? Ein Blick in die AGB (die ich wie viele andere natürlich nicht im Detail gelesen habe) schafft überraschende Klarheit:

6. Pflichten und Obliegenheiten des Nutzers
[…]

(3) Der Nutzer erkennt sein Nutzerkonto als seinen Machtbereich an, zu dem er Zugang hat und das für die Kommunikation mit anderen Nutzern oder Kommunikationspartnern bestimmt ist. Der Nutzer wird daher aufgefordert, mindestens einmal werktäglich den Eingang in seinem Nutzerkonto über das E-POST Portal zu kontrollieren. Von einer regelmäßigen Kenntnisnahme eines E-POSTBRIEFS mit elektronischer Zustellung durch den Privatkunden ist daher spätestens am Werktag nach Eingang im Nutzerkonto auszugehen.

Puh, da habe ich wahrscheinlich noch einmal Glück gehabt, dass kein zusätzlicher Aufwand auf mich zukommt, weil ich die vermeintlich betrügerische Nachricht dann doch noch gelesen habe…

Ein verwaistes Postfach, das für mich mit nicht geringen Sorgfaltspflichten inkl. rechtlicher Konsequenzen, aber keinem spürbaren Nutzen verbunden ist? Da habe ich dann aber lieber die AGB gleich einmal weiter gelesen:

9. Vertragslaufzeit und Kündigungsmöglichkeiten
(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen.

(2) Der Nutzer ist berechtigt, den Vertrag jederzeit ohne Einhaltung einer Frist schriftlich (d. h. z. B. mittels E-Mail, Fax, E-POSTBRIEF) gegenüber der Deutsche Post AG ordentlich zu kündigen. Darüber hinaus kann eine Kündigung durch Einloggen im E-POST Portal und Anklicken der Funktion „Konto kündigen“ unter dem Menüpunkt „Mein Konto“, „Persönliche Daten“ erfolgen.

… und genau von diesem Recht werden ich jetzt Gebrauch machen! Allerdings ist der o.a. Pfad nicht mehr aktuell, hier aber der direkte Link zur Kündigung:

https://portal.epost.de/user/contract/cancel-account

Abfallkalender Korschenbroich 2018

Auch für 2018, dem vierten Jahr in Folge, stelle ich auf diesem Blog den Abfallkalender für die Stadt Korschenbroich in digitaler Form zur Verwendung auf dem Smartphone, Tablet oder PC kostenlos zur Verfügung.

Wer den digitalen Abfallkalender Korschenbroich bereits in der Vergangenheit genutzt hat, muss nicht weiter aktiv werden – die Termine für 2018 erscheinen automatisch bei der nächsten Synchronisation. Ich konnte auch keine Änderungen bei der Zuordnung der Straßen zu den Bezirken finden.

Alle, die den Kalender erstmals verwenden möchten, finden auf der Seite Abfallkalender Korschenbroich alle notwendigen Informationen.

Bitte meldet Euch bei mir, falls Ihr Fehler in den Daten findet.

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch und alles Gute für 2018!

ProtectPax – Bye Bye Schutzfolie?

Alle paar Monate ist es soweit – jemand aus meinem Bekanntenkreis hat ein neues Handy und ich werde gefragt, ob ich bei der Anbringung der Schutzfolie behilflich sein könnte. Ich weiß nicht genau, wie ich mir den Ruf des „Folien-Masters“ erarbeitet habe, aber sicherlich hat es damit zu tun, dass ich selbst relativ oft das Smartphone wechsle und zwecks Werterhalt auf Display-Schutzfolien setze. Und für die blasenfreie, saubere Anbringung der Schutzfolien braucht es tatsächlich eine ruhige Hand und etwas Erfahrung, gerade bei abgerundeten Displays.

Kürzlich berichtete eine liebe Kollegin und „Hardcore-Höhle der Löwen„-Fan (hallo Andrea! ;) nun von einem neuen Produkt, das viel verspricht:

„Flüssig, unzerstörbar und wasserdicht“ soll es mit Hilfe der Nanotechnologie die Displays von Smartphones, Tablets usw. besser schützen als jedes andere Produkt zuvor. Die Rede ist vom flüssigen Displayschutz  „ProtectPax“.

Ich war zunächst skeptisch, ob und wie gut das Ganze funktionieren kann. Denn immerhin sollte es nicht nur oberflächlich vor Kratzern schützen, sondern auch einen Bruch des Displays verhindern können. „100% bruch- und kratzsicher“ – und das angeblich ohne Einschränkung bei der Bedienung des Touchscreens?!

Meine Kollegin hat (wie bei vielen anderen Produkten aus der „Höhle des Löwen“ zuvor) nicht lange gezögert und ProtectPax auf Herz und Nieren geprüft – zunächst sicherheitshalber an einem alten Smartphone.  Hier nun ihr Bericht mit Fotos und Videos, die sie mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

„ProtectPax – Bye Bye Schutzfolie?“ weiterlesen

Sony Xperia XZ: Kein Zugriff auf verschlüsselte SD-Karte unter Android 7.1.1

Uff, was für ein Beitragstitel…. und das ist schon die Kurzversion! ;)

Ich möchte Euch auf einen Fehler in der aktuellen Firmware des [amazon_textlink asin=’B01L34I7LA‘ text=’Sony Xperia XZ‘ template=’ProductLink‘ store=’fehrnetzt-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’fbc54cab-3bda-11e7-818d-1d5fe99989fe‘] hinweisen:

In der aktuellen Firmware mit Android „Nougat“ 7.1.1 ist es bekannten Apps wie z.B. Spotify, HERE WeGo, Amazon Prime Video etc. nicht mehr möglich, Daten auf der SD-Karte zu speichern und zu verwenden.

Unter Android 6.x „Marshmallow“ und Android 7.0 „Nougat“ war es noch problemlos möglich, Daten auf der SD-Karte in dem den Apps jeweils dafür zugeteilten Verzeichnis unter

SDCARD/Android/Data/...

abzulegen, um den kostbaren internen Speicher nicht mit Musik, Videos, Offline-Karten usw. zu belegen.

Seit dem Update auf Android 7.1.1 ist dies leider nicht mehr möglich. Unter Spotify z.B. wird in den Einstellungen nicht einmal mehr die Möglichkeit der Speicherung auf SD-Karte angezeigt, auch bei HERE WeGo ist die SD-Karte scheinbar nicht existent.

Das Problem wurde Sony bereits im Support-Forum gemeldet, aber weder dort noch bei Twitter-Support scheint man es bisher wirklich wahrgenommen zu haben.

Insofern kann es vielleicht nicht schaden, wenn sich weitere Nutzer melden.

Für mich ist es dauerhaft weder eine Option, die Daten nicht auf SD-Karte auszulagern, noch, die SD-Karte nicht zu verschlüsseln.

fehrnetzt ab sofort nur noch per TLS / SSL erreichbar

Es war längst überfällig – aber man kommt ja zu nichts… ;)

Nun habe ich aber endlich dieses Blog nicht nur kosmetisch etwas überarbeitet, sondern eine wichtige technische Änderung umgesetzt: fehrnetzt ist ab sofort nur noch verschlüsselt per TLS / SSL (erkennbar an der URL „https://…“) erreichbar!

Warum?

Im Wesentlichen aus Prinzip. Weil nicht erst seit den Veröffentlichungen Edward Snowdens klar sein sollte, dass Informationen nicht streng geheim sein müssen, um geschützt zu werden.

Um das Internet insgesamt sicherer zu machen, fordert Google daher schon seit 2014 „HTTPS Everywhere“.

Für Euch ändert sich dadurch nicht viel – außer, dass Ihr jetzt bei einem Aufruf des Blogs von Eurem Browser signalisiert bekommt, dass Ihr über eine verschlüsselte Verbindung auf fehrnetzt zugreift:

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