eventim: Schufa-Anfrage bei Ticketkauf?!

Am Samstag habe ich bei eventim Tickets für das Bon Jovi – Konzert in Düsseldorf am 13.07.2011 bestellt. Nachdem ich schon am Vortag eine halbe Stunde online darauf gewartet hatte um dann mitgeteilt zu bekommen, dass der Vorverkauf für Düsseldorf erst einen Tag später beginnt, klappte es nach einigen Schwierigkeiten.

Die Server schienen dem “Ansturm” (was soll das im Vergleich zu Apple.de nach einer Keynote sein – 1 Promille? 😉 nicht ganz gewachsen und schon nach kurzer Zeit konnte man nicht mehr die Sitzplätze des Veranstaltungsort aus einer Übersicht wählen, sondern sich nur noch vom Bestellsystem automatisch die “besten” Plätze zuweisen lassen.

Die eigentliche Überraschung folgte dann aber später: Die Schufa informierte mich über ein Update meines Datensatzes in ihrer Datenbank. Ich war verwundert – hatte ich doch keinerlei Kredit-Transaktionen getätigt oder Verträge abgeschlossen in jüngster Zeit. Ein Blick in meine Online-Auskunft verschaffte mir dann Klarheit: eventim hatte vor dem Versand der Tickets eine Schufa-Anfrage gestellt!

Ich frage mich immer noch: wozu?

Denn

a) bin ich dort schon jahrelang Kunde und habe problemlos diverse Bestellungen abgewickelt und

b) würde meine Bank die Lastschrift ohne Deckung ohnehin nicht durchführen.

Eins frage ich mich seitdem allerdings nicht mehr: Warum Tickets so teuer geworden sind …

Ergänzung:

Das passt vor allem auch nicht wirklich zur Legende der Schufa:

Ich habe per Lastschrift und nicht auf Rechnung oder gar Raten bestellt!

13 thoughts on “eventim: Schufa-Anfrage bei Ticketkauf?!”

  1. Echt unfassbar!Mich wundert allerdings, dass die nicht fragen müssen, ob die das dürfen. Wenn man einen Mobilfunkvertrag oder ähnliches unterschreibt, dann muss man doch sogar mit einer zusätzlichen Unterschrift die Schufa-Auskunft genehmigen.Ich würde da auf jeden Fall mal bei Eventim nachfragen.GrußThomas

  2. Das ist aber mal wirklich krass, gut zu wissen, danke. Die Stellungnahme seitens Eventim würde mich auch brennend interessieren.

  3. Yo. Anschreiben bitte, nachfragen und die Infos verbloggen. Da bin ich ja mal gespannt welch vernünftige Erklärung es dafür gibt 😉 Vor allem kostet das Eventim ja auch Geld…denke ich mal.

  4. Na eigentlich hast du doch die Antwort oben im Text schon selbst gegeben. Die Lastschrift ist für den Verkäufer nicht 100% sicher. Sie könnte entweder mangels Deckung nicht eingelöst werden oder der Käufer widerruft sie innerhalb von 6 Wochen..also ein Risiko für eventim, wenn sie an nen zahlungsunwilligen Käufer Geräten. Bei Anfragen an die bonität brauchen die auch keine Einwilligung. Dazu muss ich sagen, dass ich ein großer Gegner der schufa bin. Da ist ein privates unternehmen, das so ziemlich alles von uns weiß. Wo wir schon überall gewohnt haben, wo wir einkaufen, mit wem wir Verträge haben. Macht man 1 mal was falsch, wird man als geächteter angesehen. Das geht vom einkaufen über Wohnungssuche bis zur Abnahme der EC und Kreditkarte. Also einmal Rechnung verschlampt, schon für 3 jjahre kein Auto mehr mieten, keine private KV abschließen, keine neue Wohnung. Widerspricht man grundsätzlich der privaten Speicherung von Daten, hat das die gleiche Wirkung wie ein negativer Eintrag. Und das alles in der hand eines Privatunternehmens!Aber mit Spitzhacken auf autos loszugehen, das die strasse fotografiert ist halt einfacher als die schufa anzugreifen. Der Verein hat def. zu viel Macht!

  5. Wundert mich absolut nicht.Habe vor ca. einem Jahr mal bei Poco einen 10 Euro-Gutschein eingelöst und für exakt dieses Summe bestellt (also keine eff. Kosten für mich). Trotzdem gab es auch hier eine Schufa-Abfrage…

  6. MagicOfWord – Die Zitate und Sprüche Community » Blog Archive » Ebook: "So loeschen Sie Ihre negativen Schufa Eintraege" sagt:

    […] eventim: Schufa-Anfrage bei Ticketkauf?! | The Kleinenbroicher […]

  7. Nicht überraschend, wie ich finde.Die Schufa muss man ja sicher nicht mögen, letztlich zahlt man sowohl die Schufakosten als auch die faulen Eier mit, die nicht zahlen können oder wollen. Ist doch auch nichts anderes als der Sicherheitsmann im Supermarkt bzw. auf der anderen Seite die Ladendiebe.

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