SIM ist nicht gleich SIM – aufgepasst beim Basteln einer Micro-SIM!

Mit der Einführung des iPad und später des iPhone 4 war sie plötzlich in aller Munde, aber nicht automatisch in aller Nutzer Geräte: die Rede ist von der Micro-SIM, der kleineren Version der SIM-Karte für Mobilfunkgeräte.

Wenn man ein iPad mit einem Neuvertrag erworben hat war das kein Problem – die neue Version wurde einem vom Netzbetreiber zur Verfügung gestellt. Viele Nutzer wollten aber nicht den Netzbetreiber wechseln und besorgten sich freie Geräte ohne Vertrag.

Das Problem mit der SIM-Karte war auch relativ schnell gelöst: es stellte sich heraus, dass der Chip auf den Micro-SIMs sich nicht wesentlich von den bisherigen Versionen unterschied. Lediglich das Plastik drumherum war deutlich kleiner.

Dank diverser Anleitungen findiger Zeitgenossen gab es bald diverse Anleitungen und Schablonen, die dem bastelfreudigen Apple-Kunden bei der Herstellung einer Micro-SIM auf Basis der Standard-SIM behilflich waren.

Ich selber habe nach dieser Anleitung mehrere Micro-SIMs gebastelt und immer ging es gut. Als ich nun für den Test des Motorola Razr, welches als eines der wenigen Android-Smartphones ebenfalls nach einer Micro-SIM verlangt, eine solche kurzfristig benötigte und erneut zur Schere griff habe ich erstmals eine SIM-Karte zerstört. Nicht, dass ich mir diesmal keine Mühe gegeben hätte. Mir war nur nicht bewusst, dass es bei den SIM-Karten viele unterschiedliche Chip-Formate gibt – wie man hier sieht:

Das Problem hierbei ist, dass nun aber im Handy die Kontakte des Chips natürlich an der richtigen Stelle liegen müssen. Bei den beiden oberen Karten ist aber die Position des Chips eine andere als bei den beiden unteren Karten, zu sehen an der grünen Markierung. Daher benötigt man zur Sicherheit eigentlich nicht nur eine Schablone, sondern eine Micro-SIM als Vorlage, um die korrekte Position der Kontakte zu identifizieren. In dieser englischsprachigen Beschreibung wird dies sehr anschaulich gezeigt.

Am sichersten ist es natürlich, eine passende Micro-SIM beim Netzbetreiber zu bestellen. Falls man aber doch selbst zur Schere greifen will lohnt es sich, genau hinzuschauen!

Michael Fehr

Ne echte Nüsser Jong (Baujahr 1972), den es nach einem mehrjährigen Gastspiel in Düsseldorf 2001 wieder zurück an den wunderschönen linken Niederrhein zog. Verheiratet, 2 Kids. Geek by nature.

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