Ich sitze gerade während einer Pause beim #emd2012 im Raum „Kameha Universal“ des Kameha Grand Hotel in Bonn. Schicker Laden, für meinen Geschmack aber zu penetrant auf Style getrimmt. Die Fotos von den Zimmern und Suiten haben mich jedenfalls mehr beeindruckt als die wild gemusterten Flure und Veranstaltungsräume. Aber das ist ja Geschmackssache und deswegen bin ich ja auch nicht hier. ;-) Ich wage es, bereits jetzt nach 2/3 der Vorträge ein persönliches Fazit zu ziehen: es hat sich auch in diesem Jahr wieder gelohnt teilzunehmen. Die von mir besuchten Fachforen A2 (Suchmaschinenmarketing & Referenzmarketing) und B1 (Mobile- und Geo-Marketing) waren kurzweilig und boten auch für mich als netzaffinen Menschen noch viele interessante Informationen. Mein persönliches Highlight waren die Vorträge von Hans-Jörg Stangor (IKS GmbH) und Patrick Singer (Google Deutschland).Gleich geht es weiter mit Fachforum C1 (Social Media Marketing), hier freue ich mich besonders auf den Beitrag zu Datenschutzrisiken von „like buttons“ & Co.Die Vorträge findet Ihr bei Interesse voraussichtlich ab morgen unter http://www.e-marketingday.de Im nächsten Jahr findet der #emd2013 übrigens im Borussiapark Mönchengladbach statt – bei diesem „Heimspiel“ bin ich dann nach Möglichkeit gerne wieder dabei!
Schlagwort: Mobile
Instabook? Facegram?
Meine Güte, was geht es uns gut. Da übernimmt ein Internet-Goliath einen Internet-David und wir diskutieren heftig, als würde das unser Leben ernsthaft beeinflussen. :-)Und ich bin nicht nur mittendrin, sondern blogge auch noch darüber. Wisst Ihr warum? Weil ich es kann. Nein, weil ich es mag.Instagram wiederum mag ich nicht mehr so. Nicht erst seit heute und auch nicht, weil ich Facebook ebenfalls nicht sonderlich schätze. Das wäre auch etwas hirnrissig, weil ich seit eh und je meine Instagram-Bilder auch bei Facebook veröffentliche. Wobei „veröffentlichen“ nicht das passende Verb ist – und damit sind wir beim eigentlichen Punkt. Ich persönlich habe Instagram nie wegen der Community genutzt – die wohl der wesentliche Grund für Facebook gewesen sein dürfte, den Dienst zu schlucken. Oder glaubt jemand ernsthaft, Facebook braucht die technischen Skills der Instagram-Leute? Für mich bot Instagram damals, als ich begann es zu nutzen, einfach den besten Workflow um ansehnliche (darüber will ich nicht diskutieren ;-) Aufnahmen in meinen Netzwerken zu verteilen.Seit einiger Zeit gibt es dafür aber eigentlich keinen Grund mehr, denn die von mir auf dem iPhone bevorzugte Kamera-App Camera+ bietet mittlerweile auch vernünftige Funtionen, um die Aufnahmen zunächst zu bearbeiten und dann zu verteilen. Daher habe ich schon vor einiger Zeit laut darüber nachgedacht, ob Instagram eigentlich für mich noch Sinn macht.
Ich habe es aber aus Gewohnheit bis heute weiterbenutzt. Die Übernahme durch Facebook scheint mir aber ein sinnvoller Zeitpunkt, das in Zukunft sein zu lassen. Wie Ihr dem o.a. Kommentar bei Facebook entnehmen könnt kann und darf man da aber durchaus anderer Meinung sein. Für Leute wie mich, für die Instagram immer mehr Tool als Community war ist aber sicher die Zeit gekommen, sich über Alternativen Gedanken zu machen. Facebook ist ja eher nicht dafür bekannt, sich einfach und gerne für andere Dienste zu öffnen. Vielmehr saugt es wie ein schwarzes Loch Daten und Usage an und gibt sie kaum mehr frei. Ganz im Gegensatz zu Twitter, welches auch aus diesem Grund mein bevorzugtes Netzwerk ist.BTW, was macht eigentlich Gowalla? ;-)
Android klebt nicht so gut am Finger …
Als ich vor einiger Zeit von Android (Nexus S) auf iOS (iPhone 4S) umgestiegen bin war ich von Anfang an sehr begeistert vom user interface des Smartphones aus Cupertino. Nicht die nur die statische Optik gefiel mir sehr gut, sondern auch die Animationen, das Scrolling usw.
Mein Buddy HaJö brachte es einmal mit der Aussage “Android klebt einfach nicht so gut am Finger” so perfekt auf den Punkt, dass ich seinen Ausdruck einfach mal für den Titel dieses Artikels übernommen habe.
Ich habe nur nie so wirklich verstanden, warum das eigentlich so ist? Zunächst habe ich es auf die Fähigkeiten der Entwickler in Bezug auf Android geschoben – mit dem steigenden Erfolg von Android und unzähligen Apps renommierter Softwareschmieden erschien mir dies aber immer unwahrscheinlicher.
Dann dachte ich mir, mit Honeycomb wird das vielleicht viel besser und bestellte mir ein Asus Transformer Tablet mit leistungsstarker Hardware – und war so negativ überrascht vom Vergleich zum iPad, dass ich das Gerät gleich am nächsten Tag wieder zurückschickte.
Gut – das war aber auch ein Tablet und deren Entwicklung ist vielleicht einfach noch nicht so weit…?
Als ich dann aber kürzlich ein top-aktuelles Motorola Razr bekam und auch dort trotz leistungsstarkem Doppelkern-Prozessor und guter Performance-Benchmarks eine deutlich weniger “smoothes” user-interface vorfand – und zwar bei so ziemlich allen Apps – sowohl bei den vorinstallierten als auch bei solchen mit iOS-Pendant – wollte ich endlich in Erfahrung bringen, warum dem so ist.
Ich wollte noch mehr Details und fand einen interessanten Beitrag über eine Diskussion zu genau diesem Thema bei Redmond Pie:
Here’s Why Android’s UI Will Never Be As Smooth As iOS Or Windows Phone 7
Dort wird zunächst als Auslöser der Diskussion die Google-Entwicklerin Dianne Hackborn mit einem Beitrag in Google+ zitiert. In diesem wollte sie mit einigen Fehlinformationen zu Android aufräumen, bei denen es vor allem um die Nutzung Hardware-Beschleunigung in Android geht, welche wohl seit Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) standardmäßig genutzt wird. Dennoch kommt sie zum Fazit, das selbst mit leistungsfähiger Tegra 2 Hardware das user interface nicht immer von der Hardware-Beschleunigung profitieren kann.
Technisch alles interessant (und teils über meinen Horizont hinaus) – völlig zu Recht stellte daraufhin aber der Student Andrew Munn, ehemaliger Praktikant bei Google und jetzt bei Microsoft in der Entwicklung von Windows Phone 7 beschäftigt, die Frage:
“Warum ist Android “laggy”, während iOS, Windows Phone 7, QNX und WebOS so flüssig scrollen?”
um sie dann gleich selbst in diesem Google+-Beitrag zu beantworten.
Seine Erklärung dafür, dass selbst ein älteres iPhone 3GS trotz schwächerer Hardware eine deutlich flüssigere Bedienung ermöglicht als top-aktuelle Android Smartphones:
Diese Aussagen passen zu der o.a. von HaJö, wurden aber zwischenzeitlich sowohl von Dianne Hackborn als auch von Square-CTO Bob Lee korrigiert. Bob’s Fazit: Es ist sehr wohl möglich, eine ähnliche user experience wie unter iOS zu erreichen. Allerdings sei dies unter Android deutlich schwieriger.
Ich kann das alles nicht beurteilen oder überprüfen. Spannend zu lesen ist es aber allemal – wenn man sich für die Technik interessiert. Ebenso spannend bleibt aber auch die Frage, wann Android wirklich einmal eine vergleichbare user experience auf breiter Basis erreicht. Aktuell ist es davon noch weit entfernt, wie ich (mit Bedauern) täglich feststelle.
SIM ist nicht gleich SIM – aufgepasst beim Basteln einer Micro-SIM!
Mit der Einführung des iPad und später des iPhone 4 war sie plötzlich in aller Munde, aber nicht automatisch in aller Nutzer Geräte: die Rede ist von der Micro-SIM, der kleineren Version der SIM-Karte für Mobilfunkgeräte.
Wenn man ein iPad mit einem Neuvertrag erworben hat war das kein Problem – die neue Version wurde einem vom Netzbetreiber zur Verfügung gestellt. Viele Nutzer wollten aber nicht den Netzbetreiber wechseln und besorgten sich freie Geräte ohne Vertrag.
Das Problem mit der SIM-Karte war auch relativ schnell gelöst: es stellte sich heraus, dass der Chip auf den Micro-SIMs sich nicht wesentlich von den bisherigen Versionen unterschied. Lediglich das Plastik drumherum war deutlich kleiner.
Dank diverser Anleitungen findiger Zeitgenossen gab es bald diverse Anleitungen und Schablonen, die dem bastelfreudigen Apple-Kunden bei der Herstellung einer Micro-SIM auf Basis der Standard-SIM behilflich waren.
Ich selber habe nach dieser Anleitung mehrere Micro-SIMs gebastelt und immer ging es gut. Als ich nun für den Test des Motorola Razr, welches als eines der wenigen Android-Smartphones ebenfalls nach einer Micro-SIM verlangt, eine solche kurzfristig benötigte und erneut zur Schere griff habe ich erstmals eine SIM-Karte zerstört. Nicht, dass ich mir diesmal keine Mühe gegeben hätte. Mir war nur nicht bewusst, dass es bei den SIM-Karten viele unterschiedliche Chip-Formate gibt – wie man hier sieht:
Das Problem hierbei ist, dass nun aber im Handy die Kontakte des Chips natürlich an der richtigen Stelle liegen müssen. Bei den beiden oberen Karten ist aber die Position des Chips eine andere als bei den beiden unteren Karten, zu sehen an der grünen Markierung. Daher benötigt man zur Sicherheit eigentlich nicht nur eine Schablone, sondern eine Micro-SIM als Vorlage, um die korrekte Position der Kontakte zu identifizieren. In dieser englischsprachigen Beschreibung wird dies sehr anschaulich gezeigt.
Am sichersten ist es natürlich, eine passende Micro-SIM beim Netzbetreiber zu bestellen. Falls man aber doch selbst zur Schere greifen will lohnt es sich, genau hinzuschauen!
Wer darf auf Euren Homescreen?
Im Rahmen meiner regelmäßigen App-Reorganisationen ist heute ein rarer Platz auf meinem Homescreen frei geworden.
Dorthin schaffen es nur die für mich wichtigsten Apps, die ich oft benutze und gerne schnell verfügbar habe….
Und während ich so über einen legitimen Nachfolger nachdenke frage ich mich, wie es bei Euch auf dem Homescreen wohl so aussieht? Wer mag, kann mir das in den Kommentaren ja mal zeigen – ich bin wirklich gespannt darauf!
