Standards please!

Was ich im Moment nicht nachvollziehen kann im Netz sind die unzähligen konkurrierenden Entwicklungen und Ansätze. Mein aktueller Aufreger sind Foursquare und Gowalla, aber das gleiche gilt auch für Twitter vs. Buzz und andere.

Vielleicht stehe ich da alleine, aber ich habe überhaupt keine Lust, mich auf irgendeinen Anbieter festzulegen in Sachen Kommunikation. Und meines Erachtens entwickelt sich das Netz auch ein wenig von seiner Grundidee des freien, standardisierten Informationsaustauschs weg.

Mir geht es dabei um ganz pragmatische Gründe: ich habe z.B. nie intensiv Instant Messenger genutzt, weil sich meine Kontakte über zig Plattformen verteilt hatten. Bei e-mail hatten die Leute auch zig verschiedene Anbieter, aber es war nie ein Problem, da Standards genutzt wurden die in RFCs vereinbart worden waren.

Ähnlich war es dann bei den Sozialen Netzwerken der ersten Generation – ich habe mir Stayfriends, WKW, VZ, Xing usw. angeschaut aber nie wirklich genutzt. Erst als immer mehr Leute zu Facebook kamen wurde das interessant.

Buzz habe ich mir geschenkt weil meine Kontakte schon twittern und dasselbe in google nicht brauchen. Zumindest nicht zusätzlich.

Foursquare nutze ich weil es früh eine App für Android gab – viele meiner Kontakte sind jedoch bei Gowalla.

Mich nervt das einfach nur. Warum einigt man sich nicht auf Standards und gewinnt die User über Features, Usability und von mir aus schöne Apps?

Michael Fehr

Ne echte Nüsser Jong (Baujahr 1972), den es nach einem mehrjährigen Gastspiel in Düsseldorf 2001 wieder zurück an den wunderschönen linken Niederrhein zog. Verheiratet, 2 Kids. Geek by nature.

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