Strandcamping Groede in Zeeland

Wir waren in diesem Sommer zum ersten Mal mehrere Tage mit der ganzen Familie Zelten. Wobei, doch nicht mit der ganzen Familie: Unsere Hündin Joey blieb bei meinen Eltern, das war uns beim ersten Campingurlaub zuviel des Guten …

Wir hatten uns im Vorfeld bei „De Vrijbuiter“ in Roermond ein Familienzelt gekauft und recht kurzfristig auf dem Camping-Platz „Strandcamping Groede“ bei Groede/ Zeeland (Niederlande) einen Platz gebucht. Zwei befreundete Familien, die schon öfter im Campingurlaub waren, hatten uns netterweise mit diversen notwendigen Utensilien wie Gaskocher, Stromadapter usw. versorgt – es konnte losgehen!

Die Fahrt verlief reibungslos. Sie führte uns ein gutes Stück des Wegs durch Belgien – und ich muss sagen: ich war ein wenig schockiert. Im Vergleich zu Deutschland, aber auch zu den Niederlanden sahen sowohl die Autobahnen als auch die Dörfer, durch die wir in Belgien fuhren, aus, als seien sie irgendwann in den 60ern oder 70ern stehen geblieben. Ich war noch nicht oft in Belgien und fand den Unterschied schon sehr überraschend.

Umso positiver war dann aber der erste Eindruck vom Campingplatz – wir wurden sehr freundlich empfangen, mit allen Informationen versorgt, und fanden einen Campingplatz mit moderner Technik und komfortabler Ausstattung vor. Die Einfahrt auf den Platz wird von einer automatischen Schranke, die das Kennzeichen erkennt, freigegeben. Auf dem Stellplatz fanden wir neben Strom- und Wasser- auch einen Kabel-TV-Anschluss (den wir aber nicht nutzen konnten / wollten) vor. Die Sanitäreinrichtungen waren sauber, komfortabel und ausreichend vorhanden – lediglich etwas mehr Wasserdruck bei den Duschen wäre schön gewesen. Der Platz war insgesamt sehr gepflegt und familienfreundlich – und für mich bot er sogar diverse WLAN-HotSpots für 9,50 € pro Woche. Die waren aber zeitweise völlig überlastet – aber was soll’s, ich war ja schließlich auch nicht zum Internet-Surfen und Twittern dort ;-) …

Der Aufbau des Zelts verlief dann – entgegen aller Warnungen von Bekannten, die einen Ehekrach mit anschließend notwendiger Familienberatung vorhergesagt hatten, weil ich das Zelt wegen Regens vorher nicht probeweise aufgebaut hatte – recht zügig und ohne größere Probleme.

In den nächsten Tagen hatten wir neben jeder Menge Erholung auch einigen Spaß am Strand, so z.B. bei der obligatorischen Suche nach Krebsen oder beim Sonnenbad am Strand. .. wobei ich zugegebenermaßen nur bis zur Hüfte im doch ziemlich kalten Wasser war … ;-)
Alles war also im Lack, bis wir 2 Tage vor der geplanten Abreise vormittags ziemlich starken Wind bekamen:
Leider hat das Zelt diesem nicht standgehalten und ist an 2 Stellen (bei den Schlaufen für die Abspannseile) eingerissen. Das sollte m.E. bei Windstärke 6, die dort laut Wetterbericht herrschten, auch bei Böen nicht passieren. Daher haben wir das Zelt sofort nach der verfrühten Heimkehr beim Händler reklamiert. Nachdem der Service zunächst davon ausging, dass unsere an die Zentrale geschickten Fotos für einen Austausch ausreichen bekamen wir tags darauf einen Rückruf und müssen das Zelt nun doch noch einmal vorbeibringen, damit es an den Hersteller geschickt wird.
Da jede Fahrt nach Roermond uns ca. 10€ alleine für Benzin kostet und die Klärung, was denn nun mit dem immerhin knapp 300 € teuren Zelt passiert, noch aussteht bleibt somit ein kleiner, schlechter Nachgeschmack eines ansonsten wirklich tollen Campingurlaubs.

Michael Fehr

Ne echte Nüsser Jong (Baujahr 1972), den es nach einem mehrjährigen Gastspiel in Düsseldorf 2001 wieder zurück an den wunderschönen linken Niederrhein zog. Verheiratet, 2 Kids. Geek by nature.

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