Nichts ist so beständig wie der Wandel

Bildquelle: Annamartha / pixelio.de
Bei technischen Sachen und Gadgets bin ich ja ein recht sprunghafter Typ, das dürftet Ihr auch schon mitbekommen haben … Smartphones (und auch früher schon klassische Handies) werden mir schnell zu langweilig und ich hole mir meist bald was neues. Ähnlich verhielt es sich lange bei Betriebssystemen – ich möchte nicht wissen, wie oft ich von Windows zu Linux (und dort von KDE zu Gnome und wieder zurück) gewechselt bin. Bis ich dann seit Windows XP irgendwann ruhiger geworden bin, weil mir einfach die Zeit fehlte, ständig alles neu zu organisieren. PC-Hardware war auch immer so ein Thema. Der Desktop, auf dem ich dies schreibe, ist der erste PC von der Stange. Davor war alles selbstgebaut und unterlag einer permanenten Evolution, von der am Ende nur das Gehäuse noch etwas mit dem Ausgangszustand zu tun hatte. Ebenso habe ich in den letzten Jahren den ersten 7” Eee-PC, dann einen 9” Eee-PC und schließlich ein 10”-Netbook von LG mit UMTS ausprobiert – um letztlich festzustellen, dass Netbooks auf Dauer nichts für mich sind. Und auf jedem Netbook liefen neben Windows natürlich auch diverse Linux-Derivate. Den aktuellen Trend zu Tablets begleite ich mit dem iPad meiner Frau eher passiv, für mich werden dann irgendwann vernünftige Android-Tablets mit Gingerbread oder Honeymoon interessant. Auch in der Nutzung von Online-Diensten habe ich mich immer regelmäßig verändert. Die E-Mail-Provider wechselten von web.de und GMX zur eigenen Domain und mit dieser von 1&1 IMAP zu Google Apps. Bei Twitter kann ich nicht wirklich nachvollziehen, wie lange ich dabei bin – zu oft habe ich den Account gewechselt. Und als ich mit der Bloggerei angefangen habe bin auch erst bei wordpress.com gelandet, dann habe ich mir blogger.com angeschaut und hier beim selbstgehosteten Blog gelandet, um dessen Möglichkeiten kennenzulernen. Warum das so ist? Weil ich einfach Spaß an Technik habe und neue Entwicklungen gerne gleich ausprobiere. Geek und early adopter, wann immer es das Budget erlaubt. Es gibt Leute, die lesen gerne Bücher. Andere basteln gerne an ihrer Modelleisenbahn. Meine Oma war verrückt nach Kreuzworträtseln. Und ich muss halt möglichst alles ausprobieren, was die technische Entwicklung im IT-Bereich hergibt. Deswegen war es auch selbstverständlich, dass ich mein iPhone irgendwann jailbreake – nur um zu sehen wie es geht. Brauche ich absolut nicht – und just danach wurde das Gerät für mich auch recht uninteressant, wenn ich es mir genau überlege. Ich könnte noch ewig Beispiele aufzählen – aber eigentlich wollte ich mit diesem Post etwas anderes mitteilen: Auch das Betreiben eines selbstgehosteten WordPress-Blogs hat, nachdem ich mich mit Plugins usw. einigermaßen ausgetobt habe, seinen Reiz ein wenig verloren. Und während ich nun weiß, dass mir die Bloggerei dauerhaft Spaß macht und ich mit Sicherheit noch einige Zeit schreiben will, empfinde ich die Administration des Blogs eher als lästig. Klar, man muss ja nicht ständig alles updaten oder ändern – aber dann brauche ich auch diese leistungsfähige Plattform nicht. Daher denke ich, dass ich in der nächsten Zeit mit dem Blog zu Posterous umziehen werde. Samt Domain und Feed, ich glaube das sollte kein großes Problem sein und für Euch sollte sich damit nicht viel ändern. Dies nur als kleine Vorwarnung, wenn es hier bald etwas anders aussieht … ;-)

Michael Fehr

Ne echte Nüsser Jong (Baujahr 1972), den es nach einem mehrjährigen Gastspiel in Düsseldorf 2001 wieder zurück an den wunderschönen linken Niederrhein zog. Verheiratet, 2 Kids. Geek by nature.

2 Responses

  1. caschy sagt:

    Na dann mal viel Spaß, Posterous hat viele neue Themes bekommen. Sag einfach Bescheid, wenn ich woanders lesen muss :)

  2. Micha sagt:

    Ich werde die Domain kleinenbroicher.de per A-Record dorthin bringen und der Feed lief eh über Feedburner – sollte also recht schmerzlos sein, umzuziehen.Aber danke, dass Du auch den x-ten Umzug mitmachen würdest … ;-)

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