Heute vor 10 Jahren …

Ich bin nicht überrascht, dass sich so viele Menschen noch gut daran erinnern können, was sie gerade gemacht haben, als sie von den schrecklichen Terroranschlägen des 11.9.2001 erfuhren.

Bis zu diesem Tag kannte zumindest ich dieses “ich weiß noch, was ich tat, als …” nur von Zeitzeugen des Kennedy-Attentats. Seit dem 11. September hatten auch die Generation Golf und folgende ein solches Erlebnis.

Ich war damals bei der Arbeit als mich ein Kollege, der an diesem Tag frei hatte oder eher gegangen war völlig fassungslos anrief. In den nächsten Minuten und Stunden versuchte ich via Internet auf dem laufenden zu bleiben, was sich aber schnell als aussichtslos erwies. Das noch relativ junge Informationsmedium hatte seinen vermutlich ersten richtigen Stresstests, schon bald ging nichts mehr.

Ich erinnere mich, dass ich dann mangels Radio im Büro zuhause bei meiner Mutter angerufen habe. Nachdem sie mich auf den Stand der Dinge gebracht hatte legte sie den Hörer neben den laufenden Fernseher und ich stellte das Telefon auf Freisprechen.

An diesem Tag machte ich natürlich früher Feierabend und ich erinnere mich auch noch gut an das mulmige Gefühl, mit öffentlichen Verkehrsmitteln den ca. einstündigen Heimweg anzutreten.

Nichts ist so beständig wie der Wandel

Bildquelle: Annamartha / pixelio.de
Bei technischen Sachen und Gadgets bin ich ja ein recht sprunghafter Typ, das dürftet Ihr auch schon mitbekommen haben … Smartphones (und auch früher schon klassische Handies) werden mir schnell zu langweilig und ich hole mir meist bald was neues. Ähnlich verhielt es sich lange bei Betriebssystemen – ich möchte nicht wissen, wie oft ich von Windows zu Linux (und dort von KDE zu Gnome und wieder zurück) gewechselt bin. Bis ich dann seit Windows XP irgendwann ruhiger geworden bin, weil mir einfach die Zeit fehlte, ständig alles neu zu organisieren. PC-Hardware war auch immer so ein Thema. Der Desktop, auf dem ich dies schreibe, ist der erste PC von der Stange. Davor war alles selbstgebaut und unterlag einer permanenten Evolution, von der am Ende nur das Gehäuse noch etwas mit dem Ausgangszustand zu tun hatte. Ebenso habe ich in den letzten Jahren den ersten 7” Eee-PC, dann einen 9” Eee-PC und schließlich ein 10”-Netbook von LG mit UMTS ausprobiert – um letztlich festzustellen, dass Netbooks auf Dauer nichts für mich sind. Und auf jedem Netbook liefen neben Windows natürlich auch diverse Linux-Derivate. Den aktuellen Trend zu Tablets begleite ich mit dem iPad meiner Frau eher passiv, für mich werden dann irgendwann vernünftige Android-Tablets mit Gingerbread oder Honeymoon interessant. Auch in der Nutzung von Online-Diensten habe ich mich immer regelmäßig verändert. Die E-Mail-Provider wechselten von web.de und GMX zur eigenen Domain und mit dieser von 1&1 IMAP zu Google Apps. Bei Twitter kann ich nicht wirklich nachvollziehen, wie lange ich dabei bin – zu oft habe ich den Account gewechselt. Und als ich mit der Bloggerei angefangen habe bin auch erst bei wordpress.com gelandet, dann habe ich mir blogger.com angeschaut und hier beim selbstgehosteten Blog gelandet, um dessen Möglichkeiten kennenzulernen. Warum das so ist? Weil ich einfach Spaß an Technik habe und neue Entwicklungen gerne gleich ausprobiere. Geek und early adopter, wann immer es das Budget erlaubt. Es gibt Leute, die lesen gerne Bücher. Andere basteln gerne an ihrer Modelleisenbahn. Meine Oma war verrückt nach Kreuzworträtseln. Und ich muss halt möglichst alles ausprobieren, was die technische Entwicklung im IT-Bereich hergibt. Deswegen war es auch selbstverständlich, dass ich mein iPhone irgendwann jailbreake – nur um zu sehen wie es geht. Brauche ich absolut nicht – und just danach wurde das Gerät für mich auch recht uninteressant, wenn ich es mir genau überlege. Ich könnte noch ewig Beispiele aufzählen – aber eigentlich wollte ich mit diesem Post etwas anderes mitteilen: Auch das Betreiben eines selbstgehosteten WordPress-Blogs hat, nachdem ich mich mit Plugins usw. einigermaßen ausgetobt habe, seinen Reiz ein wenig verloren. Und während ich nun weiß, dass mir die Bloggerei dauerhaft Spaß macht und ich mit Sicherheit noch einige Zeit schreiben will, empfinde ich die Administration des Blogs eher als lästig. Klar, man muss ja nicht ständig alles updaten oder ändern – aber dann brauche ich auch diese leistungsfähige Plattform nicht. Daher denke ich, dass ich in der nächsten Zeit mit dem Blog zu Posterous umziehen werde. Samt Domain und Feed, ich glaube das sollte kein großes Problem sein und für Euch sollte sich damit nicht viel ändern. Dies nur als kleine Vorwarnung, wenn es hier bald etwas anders aussieht … ;-)

Back to Android …

Ich hatte es ja schon vorsichtig angekündigt, nun habe ich es auch in die Wege geleitet: Ich steige beim Thema Smartphone wieder auf Android um . Das Motorola Defy, von dem ich Euch ja schon vor einiger Zeit vorgeschwärmt hatte, ist bestellt. Für den erneuten Umstieg gibt es mehrere Gründe. Zum einen bin ich halt recht technikaffin und probiere gerne alles neue aus, auch und gerade bei Smartphones. Ich habe eigentlich selten ein Gerät länger als 6-12 Monate. Das Milestone hatte ich ziemlich lange in Gebrauch, das iPhone recht kurz. Es liegt zum anderen aber auch daran, dass meine Frau seit einiger Zeit ein iPad nutzt und damit super klarkommt. Ich bin mir sicher, dass ihr auch das iPhone sehr nützlich sein wird. Das Samsung S5230, das sie aktuell nutzt, ist jedenfalls eine Katastrophe suboptimal. Interessante Begebenheit: just in diesen Tagen habe ich begonnen, das Blog von Sachar Kriwoj regelmäßig zu lesen. Und in einem der ersten Beiträge dort finde ich mich fast 1:1 wieder. :-) Um es nochmal klarzustellen und OS-War-Kommentaren vorzubeugen: Das iPhone ist ein tolles Gerät, und all das, was mich daran begeistert hat, tut es immer noch. Aber für mich ist es Zeit für etwas anderes. Bis zum nächsten Smartphone. ;-)

Legendäre Turnschuhe

Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, was das hier werden soll …
Blogstöckchen? Blogparade? Ist aber auch völlig schnuppe, ich sag einfach mal, worum es mir geht: Jeder von Euch kann sich sicher an ganz besondere Turnschuhe erinnern, die er getragen hat oder tragen wollte. An die man sich gerne zurückerinnert, weil sie so fest mit einem Lebensabschnitt verbunden sind. An denen viele Erinnerungen haften. Und bei denen man sich fragt: “Warum kann ich die nicht jetzt sofort nochmal kaufen?!” Bei mir handelt es sich hierbei naturgemäß vor allem um Modelle aus den 70ern und 80ern:

Ach ja, das waren Zeiten … Mich interessiert nun, an welche Turnschuhe Ihr dabei denkt. Schreibt es mir in die Kommentare oder – falls Ihr bloggt – tragt diese Frage weiter in die Blogosphäre. In diesem Fall wäre es natürlich schön, wenn Ihr mir in den Kommentaren oder per Trackback eine Info über Euren Beitrag gebt – schließlich will ich ja wissen, worin Ihr so gerne rumgelatscht seid …

Medikamente auf Rezept teurer als ohne?

Als ich kürzlich eine Wurzelspitzenresektion über mich ergehen lassen musste bekam ich im Anschluss an die Behandlung vom Kieferchirurgen ein Rezept für ein “nichtsteroidales Antiphlogistikum”.
Sprich: ein Schmerzmittel, das gleichzeitig die Schmerz- und Entzündungsreaktion und Schwellungen lindert.
Sprich: Ibuprofen. Da ich an Migräne leide und recht häufig Kopfschmerzen habe kaufe ich “Ibuprofen 400”-Filmtabletten auch oft ohne Rezept. Je nach Apotheke und Angebot zahle ich für die 20er Packung dann zwischen 4 und 5 Euro. Umso erstaunter war ich, als ich das Rezept einlöste: Auch hier handelte es sich um den gleichen Wirkstoff und 20 Filmtabletten, die Produktbezeichnung lautete “Ibuprofen AL 400”, der Hersteller ist die ALIUD PHARMA GmbH. Ohne den Zusatz “akut”, allerdings mit dem gleichen Wirkstoff in der gleichen Dosierung: Ibuprofen 400mg / Filmtablette. Nur lag der Abgabepreis diesmal bei 10,91 € und ich als Kassenpatient musste 5,00 € Zuzahlung leisten. Zumindest für mich persönlich war das Medikament also bei gleichem Wirkstoff teurer als ohne Rezept! Und ich frage mich nun:

  • zahlt meine Krankenkasse darüber hinaus auch noch etwas? Dann wundert mich die  Kostenexplosion des Gesundheitssystems wieder etwas weniger …
  • wie kann der gleiche Wirkstoff zum einen als OTC-Arzneimittel frei verkäuflich und in einem anderen Produkt verschreibungspflichtig sein?

Kann jemand von Euch das beantworten?