Virtual life vs. real life

Heute blogge ich zum ersten Mal live aus der S8. Von meinem neuen Netbook mit UMTS/HSPA, dass ich eigentlich genau für diesen Zweck gekauft habe. Ein Testbericht erfolgt hier noch, wenn ich etwas mehr Erfahrung gesammelt habe.
Im Grunde steht das in sehr engem Zusammenhang mit dem eigentlichen Thema dieses Beitrags: Der tägliche trade-off zwischen dem inzwischen sehr liebgewonnenen virtual life (v.a. bei Twitter, aber auch hier im Blog) und dem “echten” Leben.
In letzter Zeit habe ich deutlich weniger Zeit mit Twitter, Bloggen usw. verbracht. Auch bei meinem Newsreader heißt es immer öfter “Mark all read”. Das geschah nicht ganz freiwillig: Zum einen geht’s im Job recht hoch her , zum anderen gab es einiges privat zu tun – unfreiwillig wie freiwillig. Während mir letzteres gut tut (so wie das geniale Pfingstwochenende mit viel Sonne, Grill und Bier) spüre ich allgemein, dass mir manchmal zu viel von Euch an mir vorbeirauscht.
Es gibt halt ein paar Leute bei Twitter, die ich mittlerweile sehr zu schätzen gelernt habe. Die ich gerne auch im real life (besser) kennenlernen würde. Deren Leben mich interessiert.
Ich bin mal gespannt, wie sich das in den nächsten Wochen so entwickelt, wenn der Sommer kommt.

Foursquare vs. Gowalla reloaded

Vor einiger Zeit habe ich Euch davon berichtet, warum ich mich für die Nutzung von Foursquare und gegen Gowalla entschieden habe – eine dauerhafte, parallele Nutzung kam für mich damals wie heute nicht in Frage. Ich habe schon genug (selbst verursachten) Techno-Stress … ;-)

Nun habe ich aber gestern gesehen, dass Gowalla ein neues Major-Release (2.0) für Android veröffentlicht hat. Die Ankündigung las sich gut:

Man kann nun Freundschaftsanfragen auch direkt in der App bearbeiten – hier zieht man mit Foursquare gleich und das ist gut so, denn ich nutze solche Dienste eigentlich nur mobil und will mich nicht zusätzlich regelmäßig online einloggen. Bei einem mobilen Service muss auch die Verwaltung größtenteils mobil funktionieren.

Darüber hinaus kann man nun endlich Kommentare und damit auch Tipps und Hinweise zu den Orten und Checkins hinterlassen – ein m.E. sehr wichtiger Schritt und einer meiner Hauptkritikpunkte an der früheren Version. Auch hier gleicht man also gegen Foursquare aus.

In einem weiteren Punkt zieht man sogar an Foursquare vorbei: Man kann nun Fotos zu den Spots ablegen – das geht bisher bei Foursquare nicht und erhöht sowohl den Informations- als auch den Spaßfaktor m.E. ungemein.

Auch die Coder von Gowalla haben anscheinend dazu gelernt – trotz zusätzlicher Funktionen belegt die App nun deutlich weniger Speicher. Für einen wie mich, der immer alles ausprobieren muss kein unwichtiger Faktor …

In der gleichen Zeit hat sich Foursquare m.E. nicht wesentlich weiterentwickelt. Außerdem kam es – möglicherweise aufgrund des raschen Wachstums – in letzter Zeit immer öfter vor, dass Foursquare nicht erreichbar war. Vielleicht auch deswegen habe ich nicht nur bei mir, sondern auch bei meinen Foursquare-Kontakten eine rückläufige Nutzung festgestellt.

Ich muss feststellen, dass Gowalla mir aktuell wieder mehr Spaß macht als Foursquare. Daher hat es jetzt wieder einen festen Platz auf meinem Milestone bekommen und wird bis auf weiteres Foursquare auf die Ersatzbank schicken. Ich bin froh, dass Marc in der Zwischenzeit unermüdlich zig Spots in unserem Ort angelegt hat … :-)

iPad ab Ende Mai in Deutschland – und alle regen sich über die Preise auf …

Ich bin etwas verwundert über die Reaktion derer, die sich bei Twitter und Co. über die von Apple nun offiziell kommunizierten iPad-Preise aufregen.

Ich kann das nicht ganz nachvollziehen, obwohl ich alles andere als ein Apple-Fanboy bin.

Zum einen war Apple noch nie dafür bekannt, preislich mit dem Wettbewerb konkurrieren zu können bzw. überhaupt zu wollen. Apple ist eine Premium-Marke, die bei ihren Vertriebspartnern in m.E. bedenklicher Weise Einfluss auf die Preisgestaltung nimmt. Apple-Schnäppchen werden nicht geduldet. Apple will nicht günstig sein, sondern hat schon immer gut davon gelebt, Status-Symbole zu liefern.

Zum anderen ist das iPad ja auch ein ordentliches Stück Technik. Wenn man ein Iphone kauft ist man auch bereit, einen unsubventionierten Preis von 600-700 € auf den Tisch zu legen – wieso sollte das iPad deutlich darunter liegen?

Und wie beim iPhone wird es m.E. erst richtig interessant, wenn die 3G-Modelle subventioniert werden. Die erste iPhone-Version, die von T-Mobile nicht subventioniert wurde, war ja auch alles andere als eine Erfolgsgeschichte. Richtig los ging es in Deutschland erst als man auch in Cupertino erkannt hatte, dass der deutsche Markt anders tickt. Und das iPad macht m.E. auch nur als mobiles Device mit 3G richtig Sinn – mal abwarten, ob und wie es subventioniert wird. Dann werden wir weiter sehen.

Korschenbroicher City-Lauf am schönsten Tag des Jahres

Heute fand der 22. Internationale Korschenbroicher City-Lauf statt.

Und wie schon in den letzten beiden Jahren waren wir dabei. Vor drei Jahren bin ich mit meinem größeren Sohn (damals gerade 6 geworden) zum ersten Mal die 1.100 m “lange” Strecke im Kids-Lauf mitgelaufen. Das ist eine tolle Sache: Hier laufen Familien mit Kinderwagen, Kleinkindern usw. – Dabeisein ist alles, eine Zeitmessung findet nicht statt. Die Kids bekommen im Ziel neben einem Getränk noch ein Kuscheltier (dieses Jahr ein süßes Nil-Pferd), die Erwachsenen ein T-Shirt mit dem Logo des City-Laufs. An diesem Lauf habe ich also mit meinem kleineren Sohn teilgenommen – und ich war überrascht, wie sehr der Kleine sich seit seiner ersten Teilnahme im letzten Jahr gesteigert hat. Mit seinen gerade mal 5 Jahren blieben wir unter 7 Minuten.

Mein größerer Sohn läuft mittlerweile als Schüler in seiner Altersklasse M8 mit. Dort findet auch eine Zeitmessung statt und ich bin schon sehr gespannt auf die Ergebnisse, die in Kürze veröffentlicht werden. Er war nämlich in dem recht großen Feld ziemlich weit vorne mit dabei!

Vor dem Lauf habe ich übrigens noch den @Ostwestf4le n getroffen, der ebenfalls mit seinen beiden Jungs teilgenommen hat. Wir haben uns am morgen kurz per GTalk abgestimmt und sind dann zusammen mit der S8 bei wunderschönem Kaiserwetter nach Korschenbroich gefahren.

Joseph Computer + Service GmbH – toller Apple-Service am Niederrhein!

Diejenigen unter Euch, die mir auch bei Twitter folgen, erinnern sich vielleicht noch an die Probleme mit meinem iPod classic – vor allem wegen meiner Flüche über das Teil! ;-)

Allen anderen muß ich den Hintergrund dieses Beitrags kurz erläutern:

Ich habe mir im Juni 2009 einen iPod classic 120 GB zugelegt. Ich bin nicht so der Playlisten-Typ, ich habe lieber meine ganze Mucke bei mir und entscheide mich dann spontan aus dem breiten Spektrum. Spätestens als klar war, dass ich ein Android-Smartphone bekommen würde, war das Schicksal meines iPod Touch daher besiegelt – ab zu ebay.

Zunächst war ich vom iPod classic und seinem Riesenspeicher auch sehr angetan. Allerdings kam es von Anfang an häufiger vor, dass der iPod mitten in der Wiedergabe zum nächsten Lied gesprungen ist. Ich habe zunächst vermutet, dass es an den LAME-MP3s liegt und daher einige CDs bewußt mit iTunes importiert. Aber auch bei diesen trat der Fehler auf. Und nicht nur in dieser Form: Bei Liedern, die ansonsten völlig fehlerfrei liefen, kam es auch immer wieder spontan zu einem Reset des iPods. Es dauerte dann einige Zeit, bis ich nach dem Anblick des schwarz-weißen Apple-Logos wieder weiterhören konnte – ich war zunehmend genervt.

Manchmal hat das Teil sogar einen Reset gemacht, bei dem der Bildschirm nicht wie üblich schwarz-weiß blieb, sondern einen netten Farbverlauf aufwies.

Dann dauerte es noch ein wenig länger bis ich wieder weiterhören konnte …

Natürlich habe ich mir die Support-Seiten durchgelesen um herauszufinden, woran das liegen kann. Dummerweise konnte man den Fehler nicht reproduzieren: Die Lieder, bei denen es geschah, liefen beim nächsten Mal einwandfrei. Trotzdem trat der Fehler ca. 1 Mal pro Stunde auf (solange fahre ich in etwa zur Arbeit ;-).

Nachdem auch mehrmalige Komplett-Wiederherstellungen des iPods nichts gebracht hatten schickte ich ihn zum Apple-Service. Der war schnell, komfortabel und freundlich – aber ergebnislos. Apple fand keinen Fehler und glaubte, mit einem erneuten Firmware-Update sei alles in Butter. Mitnichten …

Dann habe ich das Gerät zum MediaMarkt gebracht, dort hatte ich es gekauft. In der Hoffnung, dass es etwas bringt, einem Menschen alle Details zu vermitteln, gab ich mein Gerät dort ab. Ca. 1 Woche später bekam ich es zurück – außer einem Firmware-Update war wieder nichts passiert, das Gerät angeblich in Ordnung.

Nun wurde ich langsam etwas sauer und wendete mich telefonisch an den Apple-Support. Dieser bat mich erneut, eine Software-Wiederherstellung zu versuchen – diesmal mit einer angeblich „tiefgreifenderen“ Methode – dem „Disk Mode“.

Natürlich blieb auch das ohne Erfolg. Beim nächsten Anruf konnte ich dem Apple-Mitarbeiter klar machen, dass ich nun langsam mit meiner Geduld am Ende sei. Er bat mich dann, mich mit dem Problem an einen von Apple autorisierten Service Provider zu wenden – an den Erfolg eines erneuten Einsendens glaubte er selbst nicht.

Da ich in Düsseldorf arbeite suchte ich mir die Firma Joseph Computer + Service GmbH (JCS) aus. Ich rief dort an – und nach wenigen Freizeichentönen wurde mein Anruf von einem Mitarbeiter entgegengenommen. Der teilte mir mit, dass ich ruhig noch am selben Tag ohne Termin vorbeischauen könnte. Also machte ich mich später auf in die Düsseldorfer Altstadt. Dort angekommen war ich vom schönen Ladengeschäft beeindruckt – ganz Apple-like. ;-)

Wieder nahm ein Mitarbeiter meine „Leidensgeschichte“ auf und ich den iPod ab. „Mal sehen, wie lange es diesmal dauert und ob man sich hier einmal mehr Mühe gibt …“ waren meine Gedanken, als ich den Laden verließ.

Am nächsten Tag die große Überraschung: Ich bekam eine e-mail von JCS. Hm, ob es noch Probleme gab? Immerhin hatte Apple auch bei seiner Service-Datenbank gepatzt und ich mußte irgendwann zwischenzeitlich die Geräte-Daten durch Nachweis des Kaufdatums korrigieren lassen …

Verblüfft las ich im Betreff der e-mail:

Status Ihres Reparaturauftrages bei JCS: Reparatur erfolgreich durchgeführt; Gerät ist abholbereit

Hm, wieder nur ein schnelles und nutzloses Software-Update? Im angehängten PDF erfuhr ich dann aber weitere Details:

Gerät überprüft,

Fehler nachvollziehbar

iPod reklamiert

neuer iPod eingetroffen, SN: …

Wow! Ich war begeistert und bin es immer noch – sehr freundlicher Service, schnelle Abwicklung und nahezu perfekte, moderne Kommunikation – so stelle ich mir einen Service für Premiumprodukte vor!

Und bei einem solchen Service bin ich auch gerne bereit, dem Fachhändler Apple Premium Reseller einen gewissen Aufpreis gegenüber Amazon zu zahlen. Leider ist es ja bei vielen anderen „Fachhändlern“ wie z.B. dem genannten MediaMarkt eher so, dass der (ebenfalls sehr gute!) Service von Amazon trotz sattem Aufpreis nicht erreicht wird.

Falls ich mir in Zukunft Apple-Produkte zulegen werde (und die Chancen stehen nicht schlecht, insbesondere falls es mal ein Update für Apple TV geben sollte …) weiß ich jedenfalls wo – bei JCS!