Schlagwort: Facebook

  • Facebook, Dein Spam nervt!

    Ich bin in Sachen Social Media ja nicht gerade für meine Beständigkeit bekannt. Immer wieder verliere ich den Spaß an Diensten und ziehe mich dort zurück – nur um es mir dann irgendwann wieder anders zu überlegen.

    Facebook ist allerdings ein Kandidat, der mir seit einiger Zeit immer mehr und öfter auf den Keks geht. Seit dem Börsengang steht nur noch der zahlende (Werbe-)Kunde im Fokus. Monetarisierung ist legitim – aber man sollte aufpassen, dass man das Produkt nicht kaputt-monetarisiert.

    Aktueller Aufreger ist das Erscheinen des folgenden Beitrags in meiner Timeline. Ich habe die Fotos aus guten Gründen unkenntlich gemacht:

    Facebook-Spam

    Der Link im Text führt dann – Überraschung! – zu einer billigen Sex/Dating/Flirt-Seite.

    Liebes Facebook, ich möchte so eine Scheiße nicht in meiner Timeline haben!

    Und ich will für Dich auch nicht den Qualitätsbeauftragten spielen und jeden Dreck einzeln melden! Entweder DU führst eine Qualitätskontrolle bei den geschalteten Anzeigen durch oder lässt es ganz bleiben (was mir am liebsten wäre, aber natürlich unwahrscheinlich ist).

  • Instabook? Facegram?

    Meine Güte, was geht es uns gut. Da übernimmt ein Internet-Goliath einen Internet-David und wir diskutieren heftig, als würde das unser Leben ernsthaft beeinflussen. :-)Und ich bin nicht nur mittendrin, sondern blogge auch noch darüber. Wisst Ihr warum? Weil ich es kann. Nein, weil ich es mag.Instagram wiederum mag ich nicht mehr so. Nicht erst seit heute und auch nicht, weil ich Facebook ebenfalls nicht sonderlich schätze. Das wäre auch etwas hirnrissig, weil ich seit eh und je meine Instagram-Bilder auch bei Facebook veröffentliche. Wobei „veröffentlichen“ nicht das passende Verb ist – und damit sind wir beim eigentlichen Punkt. Ich persönlich habe Instagram nie wegen der Community genutzt – die wohl der wesentliche Grund für Facebook gewesen sein dürfte, den Dienst zu schlucken. Oder glaubt jemand ernsthaft, Facebook braucht die technischen Skills der Instagram-Leute? Für mich bot Instagram damals, als ich begann es zu nutzen, einfach den besten Workflow um ansehnliche (darüber will ich nicht diskutieren ;-) Aufnahmen in meinen Netzwerken zu verteilen.Seit einiger Zeit gibt es dafür aber eigentlich keinen Grund mehr, denn die von mir auf dem iPhone bevorzugte Kamera-App Camera+ bietet mittlerweile auch vernünftige Funtionen, um die Aufnahmen zunächst zu bearbeiten und dann zu verteilen. Daher habe ich schon vor einiger Zeit laut darüber nachgedacht, ob Instagram eigentlich für mich noch Sinn macht.

    Ich habe es aber aus Gewohnheit bis heute weiterbenutzt. Die Übernahme durch Facebook scheint mir aber ein sinnvoller Zeitpunkt, das in Zukunft sein zu lassen. Wie Ihr dem o.a. Kommentar bei Facebook entnehmen könnt kann und darf man da aber durchaus anderer Meinung sein. Für Leute wie mich, für die Instagram immer mehr Tool als Community war ist aber sicher die Zeit gekommen, sich über Alternativen Gedanken zu machen. Facebook ist ja eher nicht dafür bekannt, sich einfach und gerne für andere Dienste zu öffnen. Vielmehr saugt es wie ein schwarzes Loch Daten und Usage an und gibt sie kaum mehr frei. Ganz im Gegensatz zu Twitter, welches auch aus diesem Grund mein bevorzugtes Netzwerk ist.BTW, was macht eigentlich Gowalla? ;-)

  • Facebook ist profitabel. Und wie!

    Wow, ich muss sagen, die Daten zum Börsengang von Facebook überraschen mich!

    Und damit meine ich nicht die Fantastilliarden an „Unternehmenswert“, die auch in der Vergangenheit bereits durch die Presse schwirrten.

    [Kleiner Exkurs:
    Der „Unternehmenswert“, der solchen Kursen zugrundeliegt, besteht i.d.R. nicht nur aus den Fakten, sondern auch aus jeder Menge Phantasie:

    Unternehmenswert (Equity Value) = aktuelle Performance (z.B. EBITDA) x langfristiges Potential (Multiples) – Finanzierung (Verschuldung).

    Insbesondere die Multiples bieten natürlich viel Spielraum  …]

    Interessanter – und für mich persönlich überraschend – ist es, dass Facebook bereits seit Jahren profitabel ist! Wie man heute auf heise.de lesen kann wurden 2009 bereits 229 Millionen USD Gewinn erzielt, 2010 dann 606 Millionen USD und 2011 wurde 1 Milliarde USD Gewinn erzielt bei 3,7 Millarden USD Umsatz und folglich einer Umsatzrendite von ca. 27%!

    Das hätte ich nicht erwartet, Respekt!

  • Facebook Horror: „Take this Lollipop“

    Passend zu Halloween stelle ich Euch heute einen kleinen Horrorfilm vor – in dem ich selbst mitspiele, und zwar als Opfer. Glücklicherweise nur als virtuelles …

    Im Zuge der aktuellen Diskussionen um Facebook und Datensicherheit hat der Regisseur Jason Zada einen kurzen Film produziert, der per Facebook-API personalisiert wird. Dieses virale Video ist im Netz sehr gut angekommen und schon einige Millionen Menschen haben ihren persönlichen kleinen Horrorfilm erstellen lassen.

    Da es dazu aber notwendig ist, der Website takethislollipop.com  den Zugriff auf die persönlichen Facebook-Daten zu gestatten (wie sonst soll das auch funktionieren?) habe ich bisher bewusst gezögert um erst einmal in Erfahrung zu bringen, um wen es sich da handelt. Denn die Datenfreigabe hat es in sich:

    Nachdem Spiegel Online heute einen Artikel zu den Hintergründen veröffentlicht hat habe ich dann meinen Bedenken über Bord geworfen – zumal ich Facebook ohnehin nicht allzu viel persönlich anvertraue.

    Hier seht Ihr das Ergebnis – auf der Website selbst natürlich in besserer Qualität als in diesem Screencast:

  • Facebooks bittere Kekse

    Es passiert zur Zeit eine ganze Menge bei Facebook. Nicht zuletzt durch Google+ muss sich das soziale Netzwerk weiterentwickeln – und die Nutzer fester an sich binden. Das Problem dabei ist aus meiner Sicht nicht, dass Facebook handfeste wirtschaftliche Interessen verfolgt – etwas anderes zu glauben wäre mehr als naiv. Schließlich kosten die Serverfarmen Unsummen und Investoren wollen irgendwann auch mal eine Rendite sehen. Was mich bei Facebook allerdings immer wieder stört ist die sehr mangelhafte Transparenz. Dadurch haben Veränderungen und Neuigkeiten für mich immer auch einen faden Beigeschmack. Und wenn ich in den vergangenen Tagen einen Blick in die Statusmeldungen meiner Facebook-Kontakte geworfen habe konnte ich auch dort einige Verunsicherung erkennen – welcher Facebook-Nutzer hat wohl in den letzten Tagen nicht die folgende oder eine ähnliche Meldung gelesen:

    Bitte tut mir einen riesen Gefallen… geht mit dem Cursor bitte auf meinen Namen (nicht klicken!), dann wartet bis der Kasten erscheint (mit meinem Namen und Bild drin). dann geht mit dem Cursor auf den „abonniert“ Button und wartet auf das Drop-down-Menü, dann macht bitte den Haken weg bei Kommentare und „gefällt mir“. DANKE!!! Und dann postet das in euren Status, wenn ihr auch nicht wollt, das jeder einzelne Post und „gefällt mir“-Klick von euch für jeden rechts im Newsticker sichtbar ist. Ich tu das auch gerne für euch

    Diese Verunsicherung ist auch eine Folge der bescheidenen Informationspolitik von Facebook. Da müssen dann schon Leute wie der gute Casi ran, um die Dinge ins rechte Licht zu rücken. Wie gesagt, ich bin alles andere als naiv was die Absichten von Facebook angeht. Die Mittel, die ihnen dazu recht sind, überraschen mich aber immer wieder. So habe ich heute bei Lifehacker von einer Serie von Blogbeiträgen gelesen, die sich mit den Cookies von Facebook und dem Zusammenspiel mit externen, den Open Graph nutzenden “social web apps” beschäftigen. Hierbei geht es nicht um die Daten, die man Facebook bewusst zur Verfügung stellt – sei es im eigenen Profil oder durch das Anklicken des Like-Buttons auf einer externen Website. Auch dass bei der Verwendung externer Dienste bei Facebook von diesen Informationen ausgetauscht werden können dürften mittlerweile die meisten Nutzer mitbekommen haben. Dies wiederum wollte der Blogger Dave Winer nicht akzeptieren und beschloss daher, sich bei Facebook zukünftig immer auszuloggen, bevor er externe Seiten besucht. Als sich daraufhin Nik Cubrilovic etwas näher mit den Facebook-Cookies beschäftigte stellte er etwas fest, was für mich eindeutig zu weit geht: Auch nach dem Ausloggen wurden mithilfe der Cookies Informationen von allen Seiten, die den Open Graph z.B. durch Verwenden des Like-Buttons ansteuern, an Facebook versendet. Aufgrund der eindeutigen Nutzerkennung konnte Facebook also auch nach dem bewussten Ausloggen feststellen, wo sich welcher User im Netz gerade herumtreibt! Facebook hat zwar daraufhin dementiert, dass diese Daten bewusst gesammelt werden. Aber wer kann nach all den aggressiven Maßnahmen, Nutzerdaten zu sammeln und bei all der Intransparenz an einen Zufall glauben? Für Facebook sind unsere Interessen nun mal (fast) bare Münze! Was also kann man tun, wenn man nicht gänzlich auf die Nutzung von Facebook verzichten möchte? In dem Artikel bei Lifehacker werden verschiedene Möglichkeiten auf Basis von AdBlock-Filtern und Erweiterungen vorgeschlagen, von denen mir persönlich die Erweiterung Disconnect für Chrome und Firefox am besten gefällt, weil sie auch gegen Vergleichbares bei anderen Anbietern hilft.